Stel­lung­nah­me des Diö­ze­san­aus­schuss der KjG Hil­des­heim zur Pegida-Bewegung

Geschrieben von Sebastian Schwarz

Erstellt: 21. Januar 2015

Die Pegi­da Anhän­ger und ihre Unter­stüt­zer, die zur­zeit ver­stärkt in meh­re­ren Städ­ten demons­trie­ren, erhal­ten teils gro­ßen Zulauf und Zuspruch. Dabei tritt die Bewe­gung angeb­lich für die Bewah­rung des jüdisch-christ­li­chen Abend­lan­des und die Auf­recht­erhal­tung sei­ner Wer­te ein. Aus unse­rer Sicht wird genau das Gegen­teil bewirkt. Es wird eine Stim­mung ver­brei­tet, die Angst vor Mus­li­men, Asylbewerber*innnen und Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund ver­brei­tet. Eine Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen den weni­gen radi­ka­len Isla­mis­ten und mehr­heit­lich fried­li­chen Mus­li­men fin­det sel­ten statt und stellt mus­li­mi­sche Mit­men­schen unter einen Gene­ral­ver­dacht. Der Behaup­tung der Pegi­da-Bewe­gung die Gesell­schaft zu ver­tre­ten, tre­ten wir ent­schie­den ent­ge­gen und leh­nen die ver­brei­te­ten Ansich­ten und Dar­stel­lun­gen strikt ab! Wir begrü­ßen die kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit Pegi­da, wie sie vie­ler­orts bereits stattfindet!

Als katho­li­scher Kin­der-und Jugend­ver­band leben wir die christ­li­che Nächs­ten­lie­be, die das Fun­da­ment unse­rer Gesell­schaft bil­det. „Mit ihrem Enga­ge­ment steht die KjG ein für eine demo­kra­ti­sche, gleich­be­rech­tig­te und soli­da­ri­sche Gesell­schaft und Kir­che. Sie wen­det sich gegen jede Art der Aus­gren­zung und Unter­drü­ckung von Men­schen (…)”[1]

Wir rufen unse­re Mit­glie­der auf, sich ein kri­ti­sches Urteil über die Pegi­da-Bewe­gung zu bil­den und sich für ein gleich­be­rech­tig­tes Mit­ein­an­der aller Men­schen einzusetzen.


[1] Grund­la­gen und Zie­le der Katho­li­schen jun­gen Gemein­de: www​.kjg​.de/​i​n​d​e​x​.​php

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